• Jutta Klein

Zeit statt Zeug schenken

Aktualisiert: 25. Dez 2018


Ich wurde am letzten Wochenende gefragt, was ich mir denn wohl zu Weihnachten wünschen würde. Ich konnte die Frage nicht beantworten. Ich wünsche mir nichts, zumindest nichts, was unter typische Weihnachtsgeschenke fallen würde. Gleichzeitig weiss ich jedoch aus bereits mehrfach geführten Gesprächen, dass es der Person sehr wichtig und ein grosses Anliegen ist, etwas zu schenken. Weihnachten ohne Geschenke ist für sie nicht vorstellbar – auch nicht unter Erwachsenen.


Von einem Teilnehmer meiner Kurse habe ich vor Kurzem ähnliches gehört. Verwandte und Bekannte würden den Kindern tonnenweise Spielsachen schenken. Teilweise hätten sie schon sieben Mal dasselbe Lego-Spielzeug Zuhause. Die Kinder würden einmal damit spielen und danach stehe es in der Ecke. Alle Gesprächsversuche mit dem Ziel, die Geschenke zu reduzieren, seien bislang fruchtlos gewesen.


Schenken kann stressig sein


Kennen Sie diese oder ähnliche Situationen ebenfalls? Manchmal habe ich den Eindruck, dass das Geschenke bekommen schon genauso viel Stress bereiten kann wie das Geschenke kaufen. Denn wenn wir Geschenke bekommen, die wir nicht gebrauchen können, die uns nicht gefallen oder die wir bereits in x-facher Ausfertigung haben, müssen wir uns darum kümmern, was wir mit dem Geschenk machen. Wir haben ein schlechtes Gewissen in vielfacher Hinsicht. Einerseits dem Schenkenden gegenüber, weil uns das Geschenk eben nicht gefällt. Andererseits der Welt und ihren endlichen Ressourcen gegenüber, da wir eventuell etwas entsorgen, ohne dass es seinen Zweck erfüllt hat.


Schenken ist grundsätzlich ein schönes Ritual


Dabei ist doch Schenken eigentlich etwas sehr Schönes und Positives, ein wertschätzendes Ritual. Es drückt beispielsweise aus: „Ich denke an Dich.“, „Du bist mir wichtig.“, „Ich möchte Dir eine Freude machen.“ Jedoch können wir die Welt, so wie sie ist, nicht einfach ändern. Wir leben heute mit einem sehr hohen Konsumstandard, der zur Folge hat, dass wir im Grunde genommen alles haben, was wir brauchen. Früher haben wir etwas gebraucht, jedoch nicht das notwendige Geld gehabt, um es sofort zu kaufen. Also kam es auf eine Wunschliste und Geschenke waren etwas, worauf wir lange gewartet haben. Entsprechend gross war die Freude, wenn wir den Gegenstand endlich in Händen halten konnten.


Ritual des Schenkens in heutiger Konsumwelt beibehalten


Können wir daher nicht den tiefen und schönen Sinn des Schenkens beibehalten, das Schenken jedoch an die heutige Zeit anpassen? Eine Möglichkeit ist es, materielle Geschenke zu machen, von denen wir wissen, dass sie dem Beschenkten gefallen. Hierfür müssen wir vielleicht beim Beschenkten nachfragen, was ihm gefallen würde. Wie im obigen Beispiel erhalten wir jedoch nicht immer eine Antwort, weil der Beschenkte selbst keine Idee hat, was er noch gebrauchen könnte, er sich nichts Materielles wünscht. Eine andere Möglichkeit ist es, Achtsamkeit und Wertschätzung auszudrücken, in dem wir Zeit schenken. Zeit, die von Schenkendem und Beschenktem gemeinsam verbracht wird. An dieser Stelle höre ich häufiger, dass dies aber ja genau der schwierige Punkt sei. Die Schenkenden, z.B. Onkel oder Tante, hätten ja eben keine Zeit. Genau dann wird ein Geschenk aus Zeit jedoch noch wertvoller. Wenn wir uns für den Beschenkten wirklich Zeit nehmen. Ganz bewusst.


Zeit statt Zeug schenken


„Zeit statt Zeug“ könnte daher auch für uns ein Leitfaden für die Auswahl der diesjährigen Weihnachtsgeschenke sein. Mit Zeit-Geschenken zeigen wir Wertschätzung, bereiten Freude und reduzieren gleichzeitig das Risiko für Unordnung, also Zeug, das ungenutzt irgendwo Zuhause rumfliegt, uns vor den Füssen liegt und zum Ballast wird.


Schöne „Zeit statt Zeug“-Beispiele sind dem Projekt „Zeit statt Zeug“ entnommen (www.zeit-statt-zeug.de):

  • Basteln statt bestellen

  • Hund ausführen statt eigenes Haustier

  • Pilze sammeln statt Pralinen

  • Waldluft statt Parfüm

  • Kultur erfahren statt Reiseführer

  • Blumen pflanzen statt Blumenstrauss

  • Zoobesuch statt Stofftier

  • Kochabend statt Kochbuch

  • Reparieren statt neu kaufen

Verschenken wir etwas Einzigartiges: Gemeinsame Zeit. Zeit statt Zeug.


Ich wünsche Ihnen viel Freude und Erfüllung dabei.


Ihre Jutta Klein

Das Buch zum Blog: „Diamond for Life: Wie Sie durch Ordnung und Klarheit ein erfülltes Leben führen

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