• Jutta Klein

Fotos aufräumen? - Nein, danke! - Ja, doch!

Aufräumen endet damit, dass man irgendwo sitzt und mit Sachen rumspielt, die man beim Aufräumen gefunden hat. Diesen Satz hören wir immer mal wieder in der ein oder anderen Form. Doch er trifft noch fast viel besser speziell auf das Aufräumen unserer Fotos zu: Fotos aufräumen endet meist damit, dass wir irgendwo sitzen und in Erinnerungen schwelgen, während die Zeit verstreicht.


Fotos sind Erinnerungen und das Aufräumen bedeuten zeitlichen Aufwand


In diesem Satz stecken zwei der Hauptgründe, warum wir das Ordnen unserer Fotos schon seit Jahren immer wieder vor uns herschieben: der eine Grund sind unsere Erinnerungen und der zweite der damit verbundene zeitliche Aufwand.


Fotos sind Erinnerungen. Für die Ewigkeit festgehaltene Momente. Ein Stück konservierte Vergangenheit. Diese Vergangenheit durchleben wir mit all ihren Emotionen, wenn wir die Fotos aufräumen, d.h. aussortieren und neu ordnen. Daher behüten wir die Fotos wie einen wertvollen Schatz. ... und rühren sie nicht mehr an ...


Fotos aufräumen bedeutet eine hohe Investition an zeitlichem Aufwand. Daher sollten wir beispielsweise nicht mit dem Aufräumen der Fotos beginnen (es sei denn, es ist das einzige, was wir aufräumen möchten ...). Wir sollten immer mit Bereichen anfangen, in denen wir schneller sichtbare Erfolge verzeichnen können, als es bei den Fotos der Fall ist (also z.B. mit dem Kleiderschrank). Egal, ob Papier oder digital, die Unmenge an Fotos nimmt nur relativ wenig Platz weg und somit sind auch die Fortschritte beim Aufräumen nur langsam erkennbar. Das kann schlecht für unsere Motivation sein, wir geben schneller auf. Und daher machen wir uns manchmal auch lieber erst gar nicht an die Arbeit, wir fangen gar nicht erst an.


Doch da wir heute dank Handy-Kamera eine unvorstellbar grosse Menge an Fotos machen, versinken wir sehr bald im Foto-Sumpf. Wir sind uns wahrscheinlich schnell einig, dass dies allenfalls ein „nettes“ Foto-Motiv darstellt, aber ansonsten kein anzustrebender Zustand ist.


Also machen wir uns besser ans Aufräumen! Und zwar rechtzeitig! Aber wie?


Schritt 1 - Aussortieren


Egal, ob physisch oder digital, zuerst müssen wir ausmisten, also alle Fotos entsorgen oder löschen, die wir nicht mehr behalten möchten. Hierbei sollten wir uns immer wieder daran erinnern, dass wir die Fotos aufräumen und nicht anschauen wollen, also nicht lange bei einzelnen Fotos verweilen sollten. Machen wir uns also einen separaten Termin, wenn wir das Bedürfnis haben, unsere Fotos mal wieder in Ruhe betrachten und uns in alte Tage zurückversetzen zu wollen. Für das Aussortieren werfen wir einen kurzen Blick auf jedes Foto – entweder physisch im Karton oder Album oder digital in der elektronischen Ablage auf dem PC oder Handy – und entscheiden, ob wir es entsorgen/löschen oder behalten möchten.


Hierbei können uns folgende Fragen unterstützen:

  • Haben wir das Foto doppelt oder sogar mehrfach? Dann behalten wir nur ein Foto mit demselben Inhalt. Denn: Beim späteren Anschauen der Fotos wird es wohl eher langweilig und es wird auch Dritte nicht interessieren, wenn sie dasselbe Motiv x-fach anschauen und bestaunen müssen. Wir sollten auch darauf achten, dass wir heutzutage häufig Fotos doppelt haben, die wir über Nachrichten-Apps, z.B. WhatsApp, geschickt bekommen und die automatisch gespeichert werden.

  • Wie viele Fotos haben wir von demselben Tag oder Ereignis? Beispielsweise bei kleinen Kindern, insbesondere Neugeborenen, werden wahrscheinlich gefühlte 1`000 Fotos am Tag geschossen. Beim runden Geburtstag der besten Freundin drücken war ebenfalls einige Male auf den Auslöser. Setzen Sie sich selbst eine kleine Regel als Richtgrösse, wie viele Fotos sie maximal von einem Tag oder Ereignis behalten möchten, z.B. 10 Fotos pro Baby-Tag oder 5 Fotos pro Wochenendausflug. Wählen Sie die schönsten aus und löschen Sie die anderen.

  • Haben wir Fotos, die verschwommen, verwackelt, schlecht belichtet oder sonst irgendwie nichts geworden sind? Diese sollten wir am besten ohne gross darüber nachzudenken sofort löschen.

  • Haben wir Fotos zu einem Thema, welches wir immer wieder fotografieren? Zum Beispiel vom Essen. So gut und lecker das Essen in dem Moment war, schauen wir uns die Fotos wirklich wieder an? Wenn wir nicht gerade ein Instagram-Account zum Thema Food bewirtschaften, eventuell eher nicht. Daher sollten wir auch hier nur die speziellen Fotos behalten und die anderen löschen.

Schritt 2 – Sortieren / Organisieren


Sobald wir nur noch die Fotos haben, die wir behalten möchten, heisst es, diese in eine für uns persönlich sinnvolle und praktische Sortierung zu bringen. Folgende Möglichkeiten bieten sich an:

  • Chronologische Sortierung: Wir haben Ordner pro Kalenderjahr und bilden Unterordner für die Monate und eventuell Tage.

  • Thematische Sortierung: Wir legen Order für einzelne Themen an, zum Beispiel Geburtstagsfeiern, Urlaube, Hobbies etc. Innerhalb dieser Ordner können wir wiederum Unterkategorien bilden, wie beispielsweise Urlaub Mallorca 2018, Urlaub Ibiza 2019. Eine thematische Sortierung ist es auch, wenn wir beispielsweise Ordner für jedes Familienmitglied anlegen.

  • Sortierung nach Business und Privat: Benötigen wir zum Beispiel Fotos für unsere Website und Social Media? Dann können wir diese beispielsweise direkt zu den jeweiligen Business-Unterlagen ablegen, also das Foto des Blog-Artikels direkt zum Text.

Wichtig ist, dass wir uns einmal für eine Sortierung entscheiden und diese dann konsequent anwenden und nicht ständig hin und her wechseln. Die Sortierung wenden wir sowohl für die digitale Sortierung als auch für die Fotos an, die wir ausdrucken und beispielsweise in Foto-Alben arrangieren. Wichtig ist zudem, dass wir bei der elektronischen Speicherung jedem Foto einen eindeutigen Namen geben, eventuell sogar mit zusätzlicher Datumsangabe. So lässt sich jedes Foto schnell wiederfinden. Die Organisation unserer Fotos ist sehr individuell und hängt ab von unseren eigenen Bedürfnissen und der Menge unserer Fotos.


Schritt 3 – Archivieren


Da wir heute wohl ausschliesslich Digitalfotos haben, sollten wir darauf achten, eine gute Speicherform zu wählen und die Daten regelmässig zu sichern, z.B. auf externen Speichermedien wie externe Festplatte, Cloud, DVD.


Schritt 4 – Routine im Alltag


Abschliessend ist es wichtig, einen Weg im Alltag zu finden, wie und wann wir unsere Fotos sortieren möchten. Wir werden es kaum nach jedem Foto machen können und wollen. Andererseits sollten wir nicht wieder Jahre vergehen lassen, bevor wir uns das nächste Mal an das Aufräumen unserer Fotos machen. In Abhängigkeit der Menge können wir uns beispielsweise einmal wöchentlich oder monatlich einen Termin setzen, um unsere Fotos zu bearbeiten.


Wow! Nun haben wir alles parat und können die Fotos jederzeit bei einer gemütlichen Tasse Kaffee oder Tee anschauen.


Wie wir gesehen haben, ist das Aufräumen der Fotos allenfalls eine etwas aufwändiger Angelegenheit. Suchen wir uns also immer wieder Zeiteinheiten von ein bis drei Stunden, in denen wir an den Fotos arbeiten können. Vielleicht hilft uns zudem etwas Musik im Hintergrund? Dann starten wir unsere Lieblingsmusik und los geht`s.


Auf diese Art und Weise machen Sie aus einem Foto-Sumpf ein Foto-Fest. Ich wünsche Ihnen viel Freude und Erfolg dabei.


Ihre Jutta Klein



Das Buch zum Blog: "Diamond for Life: Wie Sie dank Ordnung und Klarheit ein erfülltes Leben führen" (Link).


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