• Jutta Klein

Die ordentliche Lieblingssocke

Aktualisiert: 25. Dez 2018


Wieso „Lieblingssocke“? Und was hat die Socke überhaupt mit Ordnung zu tun? Viele kennen wahrscheinlich das Sockenpuzzle – den schöneren Ausdruck für das wöchentliche Sockenschlamassel. Socken haben einerseits die sehr praktische Eigenschaft, jeweils als Paar daher zu kommen, andererseits aber auch die eher unpraktische Eigenschaft, dass sich eine Socke des Sockenpaares – seltsamerweise selten das Paar – auf die alleinige Reise begibt, verstecken spielt oder lieber andere Aufgaben als die ursprünglich angedachten übernimmt. Eine Socke versteckt sich noch schmutzig in der hintersten Ecke der Sporttasche, während ihr Äquivalent bereits gewaschen in der Schublade auf ihre Vervollständigung wartet. Aus dem Wäschekorb entwendet darf eine andere Socke um die Türklinke gewickelt als Türstopper dienen und wiederum eine andere Socke eines neuen Sockenpaares erfreut sich als Lesezeichen der leichten Sommerlektüre. Damit befinden sich Socken sehr häufig dort, wo sie nicht hingehören und häufig auch nicht wieder auffindbar sind, wenn man sie sucht. Und dies ist ein klassisches Kennzeichen für Unordnung.


Der eigene Wunsch, aufzuräumen


Wenn die Unordnung ein Ausmass annimmt, dass sie anfängt, uns zu stören, zu nerven, wertvolle Zeit zu kosten und eventuell bereits unsere Gesundheit beeinträchtigt, ist für viele der Moment gekommen, etwas gegen die Unordnung tun zu wollen. Aber was? Und vor allen Dingen wie? Ganz wichtig ist die eigene Erkenntnis und der eigene Wille, an der aktuellen Situation etwas ändern zu wollen. Ohne das eigene Bedürfnis geht es nicht. Wenn nur Dritte, Familie oder Freunde, meinen, man solle mal aufräumen, reicht das nicht. Dritte können Ihnen nicht sagen, was Sie wollen, das können nur Sie selbst. Wenn Sie also mit Ihrem aktuellen Grad der Ordnung oder Unordnung glücklich und zufrieden sind, dann lassen Sie alles, wie es ist – auch, wenn andere meinen, Sie müssten etwas tun. Wenn Sie selbst jedoch mit Überzeugung wieder mehr Ordnung in Ihr Umfeld und Ihr Leben bringen wollen, dann können Sie starten. Ordnung ist dabei der Zielzustand, den Sie erreichen möchten. Aufräumen ist der Weg, den Sie gehen müssen, um an Ihr Ziel zu gelangen.


Was behalten wir und was entsorgen wir?


Wie sieht der Weg zu mehr Ordnung denn nun aus, werden Sie sich sicherlich schon fragen, oder? Bleiben wir beim Sockenbeispiel. Die Socken stehen exemplarisch für all Ihre Gegenstände. In einem ersten Schritt sollten Sie sich von all Ihren Socken trennen, die Sie nicht mehr brauchen (erste Kernfrage der Ordnung: Benötige ich diesen Gegenstand noch?) oder die Sie nicht mehr tragen (zweite Kernfrage der Ordnung: Macht mir dieser Gegenstand Freude, ist es ein Lieblingsstück?). Wenn die Socken Löcher haben oder die Kinder bereits rausgewachsen sind, brauchen Sie die Socken wahrscheinlich nicht mehr. Wenn Sie die Socken oder die Strumpfhose nicht mehr tragen, weil beispielsweise die Farbe nicht mehr der Mode entspricht, die Strumpfhose zwickt und ständig verrutscht und Sie sich also darin nur noch unwohl fühlen, dann handelt es sich wohl eher nicht um eine „Lieblingssocke“. Wenn Sie also beide Fragen mit NEIN beantworten, belasten Sie die Socken bewusst oder unbewusst mehr, also sie Ihnen Nutzen bringen. Oder sie sind sowieso bereits in der hintersten Ecke einer Schublade aus dem Sicht- und Bewusstseinsfeld verschwunden. Wenn Sie sich also nun von allen Socken getrennt haben, die Sie nicht mehr brauchen und nicht mehr mögen, besitzen Sie nun nur noch Ihre „Lieblingssocken“.


Wie versorgen wir unsere Lieblingsstücke?


Haben Sie nach diesem kräftigen Socken-Entrümpeln bereits Ordnung hergestellt? Nein, leider noch nicht ganz. Erinnern wir uns an das oben genannte Beispiel: Wenn die eine Socke Ihres Lieblingspaares noch als Lesezeichen benutzt wird und die andere Socke auf dem Küchentisch ihr Dasein fristet, ist noch keine Ordnung hergestellt. Ordnung besteht dann, wenn sich all unsere benötigten und geliebten Gegenstände an ihrem spezifischen Platz befinden. Unsere Socken müssten also alle an ihrem Aufbewahrungsort, z.B. dem Kleiderschrank oder der Sockenschublade, zu finden sein. Das bedeutet, dass Sie nach dem Entrümpeln in einem zweiten Schritt jedem Gegenstand seinen spezifischen Platz in Ihrer Wohnung zuweisen.


Wie halten wir die soeben hergestellte Ordnung im Alltag aufrecht?


Aber nun sind die Socken aufgeräumt und in Ordnung gebracht! Meinen Sie wirklich? Was passiert nach dem nächsten Gebrauch und dem nächsten Waschgang? Wir Menschen sind ja bekanntlich alle Gewohnheitstiere, d.h. sehr häufig bleibt die Socke nun wieder in der Sporttasche oder der Wäschetrommel stecken, weil es schon immer so lief. Wichtig ist also nun im dritten Schritt des Aufräumprozesses, dass Sie versuchen, sich neue Gewohnheiten anzueignen, also kleine Routinen im Alltag, mit denen Sie bewusst jede Socke nach Gebrauch und Wäsche sofort wieder an ihrem Platz versorgen und nicht irgendwo in der Wohnung liegen lassen. Hierfür reichen häufig immer mal wieder fünf Minuten, in denen Sie mit offenen Augen durch Ihre Wohnung gehen, und alle Gegenstände wieder an Ihren Platz räumen.


Und wenn wir alles geschafft haben?


Ja! Nun haben Sie es geschafft! Nun haben Sie nicht nur Ihre Lieblingssocken bestimmt, sondern haben auch „ordentliche Lieblingssocken“! Die Socken-Ordnung ist wieder hergestellt! Jetzt sollten Sie in einem vierten Schritt feiern und sich über Ihre neue und dauerhafte Ordnung freuen!


Die vier Schritte bis zur „ordentlichen Lieblingssocke“ sind die vier Schritte der „Diamond for Life“-Ordnungsmethode. Dort bezeichne ich sie in Anlehnung an die Welt der Diamanten mit Cut (rigoros entrümpeln), Clarity (sorgfältig sortieren), Carat (neues Verhalten verinnerlichen), Color (farbenfroh feiern). Die Methode wird ausführlich in meinem Buch „Diamond for Life: Wie Sie durch Ordnung und Klarheit ein erfülltes Leben führen“ vorgestellt und mit vielen Tipps & Tricks für den Alltag ergänzt.


Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Socken-Aufräumen und viel Spass mit Ihrer „ordentlichen Lieblingssocke“!


Ihre Jutta Klein

Das Buch zum Blog: „Diamond for Life: Wie Sie durch Ordnung und Klarheit ein erfülltes Leben führen

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