• Jutta Klein

Darf`s ein bisschen mehr sein?

Aktualisiert: 25. Dez 2018


Nehmen Sie mehr – dann wird`s billiger. Wie wir immer wieder auf diesen "Trick" hereinfallen und am Ende mehr kaufen als wir brauchen und wollen.


Wir kennen die Situation wahrscheinlich alle: Wir stehen an der Käse-Theke im Supermarkt und die freundliche Bedienung stellt uns die Frage: „Darf`s ein bisschen mehr sein?“ Wir sind gerade gedanklich ganz woanders, wir haben noch viel zu erledigen und überlegen, wie wir terminlich alles schaffen. In dieser gedankenverlorenen Situation antworten wir ganz automatisch „Ja, gerne.“ Zurück Zuhause stellen wir fest, dass es doch etwas zu viel war und wir die Portion nicht schaffen. Nach einer Woche müssen wir einen Teil entsorgen.


Diesen Mechanismus treffen wir in ähnlichen Situationen beim Einkaufen sehr häufig an. Ich selbst bin bis vor einigen Jahren auch darauf hereingefallen, wenn angepriesen wurde „3 zum Preis von 2“. Das schien ja unschlagbar! Eins geschenkt! Also zugreifen! Und ich habe zugegriffen. Zuhause habe ich dann nicht selten festgestellt, dass ich keine drei Vorratsdosen gebrauche, sondern eine gereicht hätte – nämlich die fürs Müsli, die ich eigentlich nur einkaufen wollte. Danach standen zwei Vorratsdosen ungenutzt im Schrank. Beim Parfüm habe ich dann nach Monaten, als ich es endlich in Gebrauch nehmen wollte, festgestellt, dass ich den Duft gar nicht mehr mag. Er passte z.B. gar nicht mehr zur Jahreszeit, viel zu schwer für den Sommer. Dumm gelaufen. Nun musste ich noch eins kaufen und das bereits vorhandene schlummerte weiter im Schrank. Damit habe ich am Ende also mehr bezahlt, als wenn ich auf das Angebot verzichtet hätte. Nochmals dumm gelaufen.


"Darf`s ein bisschen mehr sein?" - ein Grund für Unordnung


Die Frage „Darf`s ein bisschen mehr sein?“ ist in ihren verschiedenen Varianten recht tückisch. In Bezug auf ein aufgeräumtes Umfeld (Zuhause oder auch am Arbeitsplatz) ist sie ein Killer – einer von mehreren Auslösern für potenzielle Unordnung. Alles, was wir eingekauft haben, jedoch nicht benutzen, steht irgendwo herum. Es steht uns im Weg und wird zum Ballast.


Nun sind Sie dran: Gehen Sie durch Ihre Wohnung oder Ihr Haus und prüfen Sie, was Sie alles in den Schränken haben und nicht gebrauchen, weil Sie es im Rahmen von „Darf`s ein bisschen mehr sein?“ gekauft haben. Auf wie viele Gegenstände kommen Sie? Einige?


Beim Einkaufserlebnis sparen


Heute, am 23. November 2018, dem Erscheinungstag dieses Artikels, ist Black Friday. Ein Tag, an dem es nur so von „Darf`s ein bisschen mehr sein?“-Aktionen wimmelt. Und dies wird am Cyber Monday und in der Cyber-Woche noch einige Tage so weitergehen. Wir starten in die Weihnachtszeit. Weihnachtszeit ist Geschenkezeit – ob für andere oder für uns selbst. Also los zum Shoppen. Wir sind in Shopping-Laune. Und wir können wieder kaum widerstehen, viel einzukaufen.


Ich selbst gehe gerne Shoppen. Und so soll`s auch bleiben. Auch für Sie wünsche ich mir, dass Sie weiterhin mit Freude einkaufen gehen und Spass am Einkaufserlebnis haben. Vielleicht treffen Sie jedoch Ihre Einkaufsentscheidungen zukünftig etwas bewusster? So können Sie dazu beitragen, nicht unnütze Dinge Zuhause anzusammeln, die Unordnung entstehen lassen, zum Ballast werden und darüber hinaus unnötig wertvolle Ressourcen verschwenden. Alles, was wir kaufen, aber nicht gebrauchen, war ein schlechter Einkauf – auch finanziell, denn wir haben das Geld ausgegeben, jedoch keinen Gegenwert erhalten. Hätten wir den Einkauf nicht getätigt, hätten wir 100% gespart und könnten das Geld für Dinge ausgeben, die wir wirklich benötigen oder die uns Freude machen.

Nur, wenn Sie wissen, dass Sie die Menge eines "Darf`s ein bisschen mehr sein?"-Angebotes wirklich benötigen, ist es ein sinnvoller Deal.


4 Tipps für den Einkauf ...


... ganz generell sowie speziell in den aktuellen „Cyber-Tagen“:

1/ Gehen Sie mit einer Einkaufsliste einkaufen. Halten Sie sich an diese Liste.

2/ Überlegen Sie sich im Vorfeld, wie hoch Ihr Budget für den jeweiligen Einkauf ist und überschreiten Sie es nicht.

3/ Seien Sie achtsam, wenn es heisst „Darf`s ein bisschen mehr sein?“, „Drei zum Preis von Zwei“ oder ähnlichen Lock-Angeboten.

4/ Stellen Sie sich wie beim Aufräumen bereits beim Einkauf die zwei Fragen: Gebrauche ich den Gegenstand? Bereitet mir der Gegenstand Freude?

... und noch ein Hinweis ... Wenn Sie nichts benötigen, gehen Sie am besten gar nicht zum Shoppen, sondern als Alternative vielleicht zum Spazieren in die Natur. Dies ist das beste Mitte, sich gar nicht erst zu Unnützem verführen zu lassen.


Beherzigen Sie diese vier Tipps (... und vielleicht den Hinweis ...) und Sie können die Vor-Weihnachtszeit mit viel Vergnügen geniessen.

Ich wünsche Ihnen schöne und bewusste weihnachtliche Einkaufserlebnisse!


Ihre Jutta Klein

Das Buch zum Blog: „Diamond for Life: Wie Sie durch Ordnung und Klarheit ein erfülltes Leben führen

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